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bau einer anlage
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grundplatten
die meisten h0-modellbahner haben wohl irgendwann so angefangen:
ein kreis, einige weichen, ein zug und ein trafo, dazu ein leergeräumter wohnzimmertisch, oder ein zusammengerollter wohnzimmerteppich.

aus vielerlei gründen benötigt man recht bald eine platte zum aufbau einer anlage (in aller bescheidenheit natürlich).
eine abwechslungsreiche, und nur schwer aufzuhaltende entwicklung beginnt:
ausgehängte kellertüre > spanplatte > sperrholzplatte > verleimte massivholzplatte > tischlerplatte > gitterkonstuktion > leichtbauplatte usw..

verleimte fichtenbretter
erst ab 25mm dick zu empfehlen.
hervorragende schwingungsdämpfung durch sehr hohes gewicht. neigen bei schwankungen von termperatur und luftfeuchte zum verziehen, sie reißen gern und sind teuer.

sperrholzplatten
bis 12mm dick stabilität nur mit unten aufgeleimter gitterkonstruktion aus rechteckleisten (hochkant).
sehr guter resonanzkörper, daher schwingungsdämpfende maßnahmen erforderlich. peiswert.

spanplatten
hervorragende schwingungsdämpfung durch sehr hohes gewicht. in der praxis können sich dünne holz- oder universal-schrauben der gleisbefestigung mit der zeit heraudrehen (befestigung von schienen mit hohlem gleiskörper).

tischlerplatten
eine preiswerte, gute lösung für kleine und mittlere anlagen.in der praxis können sich dünne holz- oder universal-schrauben mit der zeit heraudrehen (befestigung von schienen mit hohlem gleiskörper). die platten neigen bei schwankungen von termperatur und luftfeuchte etwas zum verziehen.
möglicherweise gibt es zwischen den innen liegenden stäben hohlräume.

kastenkonstruktion
besonders beliebt bei großen anlagen. die konstruktion besteht aus hochkant gestellten, ineinander verzahnten und verleimten rechteckhölzern. schienenunterbau, straßen hügel, berge, täler, gewässer usw. werden durch die kontur der oberen kanten bereits vorgegeben. die landschaftoberfläche kann durch kunststoff-, textil- oder metallgitter gestaltet und mit einem überzug versehen werden.
hohe bauweise und umständliche verkabelung.


leichtbauplatten

waller anfang sollte leicht sein.

die anforderungen:
geringes gewicht, hohe festigkeit, verzugfrei, einfache materialbeschaffung, modultauglich, einbaumöglichkeit von kabelkanälen von oben und unten.
bei der beschriebenen anlage sind alle kabel und kabelverbindungen von oben verlegt und zugänglich.

allgemeine sicherheitsvorschriften beachten!
keinesfalls in räumen, die zur holzverarbeitung dienen, schweißarbeiten verrichten! brand- und explosionsgefahr!


werkstoffe:
winkeleisen 30x20x2,5mm
styrodorplatten 20mm dick
sperrholzplatten 4mm dick
kieferleisten 20 x 20mm
weißleim express.
verschiedenfarbige kupferlitzen, je nach anlagengröße 1,0 -1,5 mm querschnitt
schraubklemmen
ader-endhülsen.

maschinen und werkzeuge:
e-schweißgerät
trennschleifer
metallsäge (metall-bandsäge)
tischkreissäge
schraubzwingen
zahnspachtel
abisolierzange
quetschzange.
metallrahmen
winkeleisen werden entsprechend der festgelegten modullänge und -breite zugesägt.
danach müssen die bohrungen für 2 zentrierstifte einerseits, und andererseits für die gegenüber liegenden zentrierbohrungen, sowie die schraubverbindungen in den beiden querwinkelleisten angebracht werden.(zweckmäßig ist es, eine querleiste als bohrvorrichtung anzufertigen und die bohrungen auf weitere querwinkel durch abbohren zu übertragen

anschließend kann der rahmen, bestehend aus je 2 längs- und 2 querwinkeleisen zusammengeschweißt, und wenn nötig verschliffen werden.werden.
außerdem wird jede rahmenleiste mit 3 - 5 von außen versenkten bohrungen versehen. damit werden später die fertig verleimten platten über eingesetzte holzstücke fest im rahmen verschraubt.

deckplatten
entsprechend den zuvor festgelegten plattenmassen lässt man sich vom holzlieferanten 2 sperrholzplatten (pappel, 4mm dick) zusägen.
bei der auswahl der styrodorplatten sollte darauf geachtet werden, dass nur gleichmässig dicke platten verwendung finden.(gesägte platten können für den modellbau zu grosse toleranzen aufweisen, formgeschäumte platten sind deshalb zweckmässiger.
einbauten
auf die unterplatte werden kiefernleisten für kabelschächte, hohlräume unter abnehmbaren weichen oder weichenstraßen, sowie verstärkungsleisten angepaßt und aufgeleimt.
allgemeine informationes ist sinnvoll, diese leisten mit universalschrauben auf der unterplatte zu befestigen, bis der weißleim ausgehärtet ist. die schrauben können danach wieder entfernt werden,
im folgenden arbeitsgang werden styrodorzuschnitte eingepaßt.

plattenverbund
nun können hauptkabel und verteilerkabel auf der platte eingelegt und mit schraubklemmen installiert werden. mit einer zahnspachtel wird weißleim auf beide
seiten der styrodorteile aufgetragen. die teile werden zwischen die unterplatte und die obere deckplatte gelegt. dann ist die platte zwischen 2 stabilen
platten, mit metallträgern oder holzbalken über nacht zu pressen.

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